Internationale Bühne für die Bildung.

Suchen Sie den Kontakt zu internationalen Händel-Spezialisten? Die Internationale Wissenschaftliche Konferenz ist Anziehungspunkt für Wissenschaftler und Referenten aus aller Welt. Angelehnt an die jährlichen Händel-Festspiele steht ein musikwissenschaftlicher Aspekt im Mittelpunkt der Referate, Diskussionen und Round Tables.

Die Wissenschaftliche Konferenz 2018

Das Motto der Händel-Festspiele 2018 »Fremde Welten« wird in der Wissenschaftlichen Konferenz in zwei Richtungen entfaltet: Zum einen soll es darum gehen, wie sich Musiker als innereuropäische Migranten in der Fremde orientierten, zum anderen darum, wie sich außereuropäische Fremderfahrungen in der Kunstproduktion manifestierten. John Mainwarings Heldenerzählung von einem Musiker, dem an allen seinen Wirkungsstätten sofort und umstandslos die Menschen zu Füßen lagen, verdeckt bis heute die Tatsache, dass Händel sich über seine gesamte Karriere hinweg als Fremder mit Phänomenen der sprachlichen, religiösen, politischen, kulturellen und ästhetischen Alterität auseinandersetzen, sich in fremden Umfeldern bewähren und um eine Vermittlung zwischen dem Eigenen, das er mitbrachte, und dem Fremden, mit dem er konfrontiert wurde, bemühen musste. Diese Herausforderung teilte er mit vielen seiner europäischen Zeitgenossen. Dass die Wahrnehmung des Fremden und seine assimilierende »Verwandlung« ins Eigene nicht nur eine innereuropäische Problematik darstellte, sondern auch das Verhältnis Europas zu den außereuropäischen, »exotischen« Kulturen betraf, lässt sich an Figuren in Händels Opern ablesen.
Die Konferenz möchte dazu anregen, die Chancen, aber auch Konflikte und Herausforderungen neu zu beleuchten, die aus den musikalischen Migrationsbewegungen innerhalb Europas im Zeitraum zwischen 1650 und 1750 hervorgingen, und zugleich dazu beitragen, die Figur Händels in ihrer Symptomatik und Besonderheit innerhalb dieser Bewegungen neu zu verorten.

Kontakt:
Prof. Dr. Wolfgang Hirschmann, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, wolfgang.hirschmann@musikwiss.uni-halle.de
Dr. Annette Landgraf, Georg-Friedrich-Händel-Gesellscha e.V.,
landgraf@musik.uni-halle.de
Dr. Konstanze Musketa, Sti ung Händel-Haus Halle,
konstanze.musketa@haendelhaus.de

Die Konferenz wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem International Office der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg .

Die Teilnahme am Festvortrag sowie an der Konferenz ist kostenfrei und steht allen Interessierten offen. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Veranstalter sind die Stiftung Händel-Haus, die Georg-Friedrich-Händel-Gesellschaft e. V., Internationale Vereinigung, sowie die Abteilung Musikwissenschaft am Institut für Musik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.