Ihre und unsere Mission: Händel für die Zukunft.

Kleine Beiträge, große Wirkung: Mit einer Spende oder kompletten Buchpatenschaft tragen Sie dazu bei, kostbare Bestände für die Nachwelt zu erhalten.

In den Sammlungen der Stiftung Händel-Haus befinden sich zahlreiche Bücher und Akten des 17. bis 20. Jahrhunderts, die vom Papierzerfall bedroht sind, mechanische Schäden am Einband aufweisen oder von Mikroorganismen (z. B. Schimmel) befallen sind. Um diese Bestände zu erhalten und für Bibliotheksbesucher oder für Ausstellungen benutzbar zu machen, bedürfen sie der Behandlung durch spezialisierte Restauratoren.

Für die hier vorgestellten Bücher und Notendrucke möchten wir über Buchpatenschaften Spenden zur Restaurierung einwerben. In mehreren Fällen handelt es sich um Neuerwerbungen, die auf dem internationalen Antiquariatsmarkt angekauft wurden, um die Kernsammlung der historischen Händel-Notendrucke zu ergänzen. Diese Drucke sind sehr selten und konnten oft nur in einem arg beschädigten Zustand erworben werden. Mittelfristig sollen die Neuerwerbungen auch digitalisiert und im Internet der Allgemeinheit zur Benutzung bereitgestellt werden.

Durch das Engagement von Buchpaten konnte in den vergangenen Jahren bereits eine Reihe von Bänden restauriert werden.

Wenn auch Sie die Erhaltung der historischen Dokumente in der Bibliothek des Händel-Hauses unterstützen möchten, bitten wir Sie herzlich um eine Spende an die Stiftung Händel-Haus. Wenn Sie eine komplette Restaurierung übernehmen, also Pate für ein Buch sein möchten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.

Die einzelnen Restaurierungsvorschläge können Sie über den auf dieser Seite einsehen. Bei allen Kostenangaben handelt es sich um Bruttopreise.

Für die Übernahme einer Buchpatenschaft erhalten Sie:

  • eine Patenschaftsurkunde
  • eine für die Steuererklärung verwendbare Spendenquittung
  • auf Wunsch eine namentliche Nennung im Exlibris des Buches als Pate, die gegebenenfalls (bei Digitalisierung des Buches) auch im Internet sichtbar sein kann

Spendenkonto der Stiftung Händel-Haus
Konto-Nr.: 38 53 19 410
BLZ: 800 537 62
Saalesparkasse Halle
IBAN: DE02800537620385319410
BIC: NOLADE21HAL
Text: „Buchrestaurierung“ (+ Signatur des betreffenden Bandes)

Kontakt
Dr. Konstanze Musketa, Jens Wehmann
bibliothek[at]haendelhaus.de
Tel.: +49 (0) 345 / 500 90 253
Fax: +49 (0) 345 / 500 90 416

(Stand: 6. Aufl., April 2015)

Azis und Galathe

1. Die erste deutschsprachige Ausgabe von "Acis and Galatea" (Buchpate gefunden)

Händel, Georg Friedrich: Azis und Galathe : eine Serenate / Klavierauszug und deutscher Text von J. O. H. Schaum. – Berlin: Trautwein, [um 1830]. – 81 S.

Nr. 1: Azis und Galathe
Nr. 1: Azis und Galathe

Beschreibung: Dieser Klavierauszug von Händels Oratorium Acis and Galatea (HWV 49) wurde von Johann Otto Heinrich Schaum (1763–1834) veröffentlicht. Es handelt sich um die erste Ausgabe mit deutschem Text. Schaum versuchte bereits um 1825 eine deutschsprachige Gesamtausgabe von Händels Werken herauszubringen, was er jedoch nach vier Bänden abbrechen musste. Darüber hinaus veröffentlichte er weitere Händel-Klavierauszüge in deutscher Sprache.

Nr. 1: Azis und Galathe, Detail
Nr. 1: Azis und Galathe, Detail

Schäden: Der vordere Falz ist gerissen und der Rücken lose. Die Bünde sind teilweise gelöst, so dass der Buchdeckel abzufallen droht. Die Ecken der Buchdecke sind abgestoßen. Der Buchblock ist gut erhalten.

 

Geplante Maßnahmen:

  • Trockenreinigung
  • Ecken richten
  • Rücken reparieren
  • Rücken mit Hülse versehen
  • Vorderdeckel, Bünde, Vorsätze verbinden

Kostenvoranschlag: € 249,90
Signatur: IX 2 -S

Saul

2. Die früheste Ausgabe des Oratoriums "Saul" (Buchpate gefunden)

Händel, Georg Friedrich: The most celebrated songs in the oratorio call'd Saul / compos'd by Mr: Handel. – [Partitur]. London : Walsh, [1739]. – 11, 20, 17 S.

Nr. 2: Saul
Nr. 2: Saul

Beschreibung: Das Oratorium Saul entstand im Jahr 1738. Bei der vorliegenden Auswahlausgabe handelt es sich um einen der frühesten Drucke dieses Werkes. Er ist noch im Jahr 1739, also kurz nach der Uraufführung und vor der vollständigen Erstausgabe, erschienen.

Schäden: Der Notendruck war Teil eines umfangreicheren Sammelbandes, der zu einem unbekannten Zeitpunkt aufgelöst worden ist. Aus diesem Grund fehlt der vordere Buchdeckel; auch das Titelblatt ist abhandengekommen. Das Papier des Buchblocks weist kleinere Schäden auf.

Nr. 2: Saul, DetailNr. 2: Saul
Nr. 2: Saul, Detail

Geplante Maßnahmen:

  • Trockenreinigen 
  • Rückdeckel reparieren 
  • Umschlag nach vorne anheften 
  • evtl. Faksimile der Titelseite (Scan) mit einbinden 
  • Heftung überprüfen 
  • Papierrestaurierung, wo nötig

Kostenvoranschlag: € 299,88 
Signatur: IX 134 -T

Tears of Music

3. Ein Trauergedicht zum Gedenken Händels (Buchpate gefunden)

Langhorne, John: The tears of music : a poem, to the memory of Mr. Handel ; with an ode to the River Eden / by the Reverend J. Langhorne. – London : Griffiths, 1760. – S. VI, 7–23

Nr. 3: The tears of music, Titelseite
Nr. 3: The tears of music, Titelseite

Beschreibung: The tears of music ist ein Trauergedicht des britischen Geistlichen John Langhorne (1735 – 1779) und wurde von ihm ein Jahr nach dem Tod Händels zu dessen Andenken verfasst. Es treten verschiedene Figuren aus der Bibel und der antiken Mythologie auf, die zum Teil auch aus Händels Werken bekannt sind.

Schäden: Die Buchdecke fehlt vollständig. In der Folge ist das Papier des Buchblocks beschädigt. Die Heftung ist gelöst und die Falze der Lagen sind zum Teil im Rücken aufgerissen. 

Nr. 3: The tears of music, DetailNr. 3: The tears of music, Detail
Nr. 3: The tears of music, Detail

Geplante Maßnahmen:

  • Trockenreinigung 
  • Heftung lösen 
  • Papierbearbeitung: Nassbehandlung, nachleimen 
  • Risse schließen 
  • neu heften 
  • Konservierungseinband fertigen 

Kostenvoranschlag: € 321,30 
Signatur: 101346 -T

Ode for St Cecila's Day

4. Eine Erstausgabe mit dekorativem Kupfertitel (Buchpate gefunden)

Händel, Georg Friedrich: The songs in the ode wrote by Mr. Dryden for St. Cecilia’s Day / Set by Mr. Handel. – [Partitur]. – London : Walsh, [1739]. – 23 S. : Ill.

Nr. 4: Ode for St. Cecilia’s Day
Nr. 4: Ode for St. Cecilia’s Day

Beschreibung: Bei diesem Druck handelt es sich um die Erstausgabe der Ode for St. Cecilia’s Day (HWV 76), welche 1739 von Händel komponiert und nur kurze Zeit später von seinem Verleger John Walsh herausgegeben wurde. Das Titelblatt zeigt einen dekorativen barocken Kupferstich von J. Collins. Der Titel wird von verschiedenen Musikinstrumenten eingerahmt. Oben spielen zwei Putten Laute und Posaune.

Nr. 4: Ode for St. Cecilia’s Day, DetailNr. 4: Ode for St. Cecilia’s Day, Detail
Nr. 4: Ode for St. Cecilia’s Day, Detail

Schäden: Dieser Notendruck war vermutlich Teil eines umfangreicheren Sammelbandes, der aufgelöst wurde. Folglich fehlt die Buchdecke. Die Blätter werden durch eine moderne Seitstichheftung zusammengehalten, an deren oberem und unterem Rand das Papier auszureißen beginnt.

Geplante Maßnahmen:

  • Trockenreinigung 
  • neue Vorsätze 
  • Bindung lösen, neue Lagen bilden, neu heften 
  • neuer Pappband (Kiebitzpapier)

Kostenvoranschlag: € 267,75 
Signatur: IX 168 -T

Six grand Chorusses

5. Eine Sammlung von Händel-Highlights (Buchpate gefunden)

Händel, Georg Friedrich: Six grand chorusses from Mr. Handel’s oratorios adapted for the organ or harpsichord. – [Klavierauszug]. – London : Wright, [ca. 1785]. – 19 S.

Nr. 5: Six grand chorusses
Nr. 5: Six grand chorusses

Beschreibung: Der ca. 1785 beim Londoner Verleger H. Wright erschienene Notenband Six Grand Chorusses enthält eine Auswahl von sieben bekannten Chören aus den Oratorien Messiah und Judas Maccabaeus. Die Stücke sind für Tasteninstrumente eingerichtet. 

Schäden: Dieser Notendruck war vermutlich Teil eines umfangreicheren Sammelbandes, der aufgelöst wurde. Folglich fehlt die Buchdecke. Auch das Titelblatt ist nicht mehr vorhanden. Die Fadenheftung ist beschädigt. Das Papier des Buchblocks weist mehrere Risse auf.

Nr. 5: Six grand chorusses, Detail
Nr. 5: Six grand chorusses, Detail

Geplante Maßnahmen:

  • Trockenreinigung 
  • Heftung rekonstruieren 
  • neue Vorsätze 
  • Buchblock: Papierbearbeitung 
  • Neueinband: Halbgewebe mit Kiebitzpapierüberzug 
  • evtl. Faksimile des Titelblattes einbinden

Kostenvoranschlag: € 285,60 
Signatur: I a 249 -T

Occasional Oratorio

6. Das "Occasional Oratorio" in der ersten Händel-Gesamtausgabe (Buchpate gefunden)

Händel, Georg Friedrich: The Occasional Oratorio in score : composed in the year 1745 / Hrsg.: Samuel Arnold. – [Partitur]. – [London] : [Arnold], [ca. 1791]. – 270 S. – (Arnold’s edition ; 99–105)

Nr. 6: The Occasional Oratorio, Titelseite
Nr. 6: The Occasional Oratorio, Titelseite

Beschreibung: Diese Partitur ist Teil der von Samuel Arnold in den Jahren 1787–1797 in 180 Lieferungen herausgegebenen ersten Händel-Gesamtausgabe. Das Occasional Oratorio entstand 1745 anlässlich der Rebellion der katholischen Stuarts gegen die englischen Könige aus dem Haus Hannover. Das Libretto von Newburgh Hamilton geht auf Werke der englischen Dichter John Milton und Edmund Spenser sowie auf das Alte Testament zurück.

Nr. 6: The Occasional Oratorio, DetailNr. 6: The Occasional Oratorio, Detail
Nr. 6: The Occasional Oratorio, Detail

Schäden: Die Buchdeckel dieses Bandes fehlen. Es sind nur geringe Reste des Buchrückens erhalten. Die Heftung ist beschädigt, so dass sich die äußeren Lagen gelöst haben.

Geplante Maßnahmen: 

  • Trockenreinigung 
  • neue Vorsätze 
  • erste und letzte Lage anheften 
  • Heftung stabilisieren 
  • Buchblock: Risse schließen 
  • neuer Halbledereinband mit Kiebitzpapierüberzug

Kostenvoranschlag: € 355,81 
Signatur:  IX 46 -S

Celebrated Chorusses

7. Eine Klavierbearbeitung von Händel-Chören (Buchpate für beide Bände gefunden)

Händel, Georg Friedrich: The celebrated chorusses, from Handels oratorios, arranged for the organ or piano forte ; in four volumes / by Dr. Calcott, Mr. Hook and other esteemed authors. – London : Preston, [1814–1819]

Nr. 7: Celebrated Chorusses
Nr. 7: Celebrated Chorusses

Beschreibung: Diese Ausgabe bietet eine Auswahl von bekannten Chören aus Händel-Oratorien im Klavierauszug, unter anderem ausMessiahJudas Maccabaeus und Acis and Galatea. Die vier Teile sind hier zu zwei Bänden in Halbleder mit Goldprägung und Buntpapierbezug zusammengefasst.

Schäden: Bei beiden Bänden sind die Gelenke beschädigt; der vordere Buchdeckel des zweiten Bandes ist vollständig gelöst. Die Ecken und Kanten beider Bände sind abgestoßen. Die Kapitale sind beschädigt oder fehlen ganz.

Nr. 7: Celebrated Chorusses, DetailNr. 7: Celebrated Chorusses, Detail
Nr. 7: Celebrated Chorusses, Detail

Geplante Maßnahmen: 

  • Trockenreinigung 
  • Kapital fixieren/ergänzen 
  • Ecken richten 
  • Deckel vorne fixieren 
  • Gelenke stabilisieren 
  • Kanten richten

Kostenvoranschlag Band 1: € 399,84 
Kostenvoranschlag Band 2: € 399,84 
(Die Bände können auch getrennt vergeben werden.)

Signatur: I a 248 a-b -S

Beethoven

8. Aus Robert Franz’ Notenschrank (Buchpate gefunden)

Beethoven, Ludwig van: Quatrième Sinfonie Oeuv. 60 / de Louis van Beethoven, arrangé pour le Piano-Forte à quatre mains par F. Mockwitz. – Nouvelle Edition. – Leipzig : Breitkopf & Härtel, [nach 1813]. – 45 S.

Nr. 8: Beethoven: Quatrième Sinfonie
Nr. 8: Beethoven: Quatrième Sinfonie

Beschreibung: Beethovens vierte Sinfonie entstand im Jahr 1806 und wurde 1807 uraufgeführt. Einige Jahre später erschien der vorliegende Klavierauszug. Das Exemplar stammt aus dem Besitz des halleschen Komponisten und Händel-Herausgebers Robert Franz.

Nr. 8: Beethoven: Quatrième Sinfonie, TitelNr. 8: Beethoven: Quatrième Sinfonie, Detail
Nr. 8: Beethoven: Quatrième Sinfonie, Detail

Schäden: Das Papier des Buchblocks ist besonders an den Ecken stark beschädigt. Die Fadenheftung ist lose. Die Ecken und Kanten der Buchdeckel sind abgestoßen.

Geplante Maßnahmen: 

  • Trockenreinigung 
  • Einbandrestaurierung 
  • neu heften 
  • Papierrestaurierung

Kostenvoranschlag: € 399,84 
Signatur: XIV c 31 -S

Empfehle

Athalia

9. Athalia-Partitur mit starkem Schimmelbefall

Händel, Georg Friedrich: Athalia : Oratorium / Friedrich Chrysander [Hrsg.]; Samuel Humphreys [Textautor]. Leipzig : Breitkopf & Härtel, 1859. – 215 S. - (Chrysander-Ausgabe ; 5)

Nr. 9: Athalia
Nr. 9: Athalia

Beschreibung: Das Oratorium Athalia(HWV 52) wurde 1733 von Händel komponiert und im selben Jahr anlässlich eines Universitätsjubiläums im englischen Oxford uraufgeführt. Dieser Band erschien 1859 in der zum Teil heute noch verwendeten Gesamtausgabe von Friedrich Chrysander.

Nr. 9: Athalia, DetailNr. 9: Athalia, Detail
Nr. 9: Athalia, Detail

Schäden: Das Bezugspapier des vorderen Deckels ist stark beschädigt. Die Ecken und Kanten sind abgestoßen. Der Band ist stark von Schimmel befallen (besonders die Vorsatzblätter). Das Bezugsleder des Rückens weist Risse und Fehlstellen auf.

Geplante Maßnahmen: 

  • Trockenreinigung 
  • Vorsätze ablösen, nassbehandeln, zzgl. Alkoholbad 
  • Risse schließen 
  • Buchblock: Risse schließen 
  • Rückenbearbeitung 
  • Falzbereich stabilisieren und ausbessern 
  • Ecken und Kanten sichern 
  • Bezugspapier ausbessern und ergänzen 
  • Rückenleder: Fehlstelle ergänzen

Kostenvoranschlag: € 487,90 
Signatur: ChA 5

Dussek

10. Taubendreck auf Titelseite

Dussek, Johann Ladislaus: Sonate pour le pianoforte avec accompagniment de violon concertant : oeuv. 69, No. 1 / par J. L. Dussek. – Leipsic : Breitkopf & Härtel, ca. 1820. – 15 S.

Nr. 10: Dussek: Sonate pour le pianoforte
Nr. 10: Dussek: Sonate pour le pianoforte

Beschreibung: Der seinerzeit außerordentlich erfolgreiche böhmische Klavier-Virtuose J. L. Dussek (1760–1812) komponierte diese Sonate für Klavier und Violine etwa im Jahr 1790. Entsprechend seinem Schwerpunkt als Instrumentalist schrieb Dussek vor allem Klaviermusik. Der vorliegende Notendruck ist Teil der bei Breitkopf & Härtel erschienenen Sammlung seiner Werke. Die Violin-Begleitstimme fehlt.

Schäden: Die Titelseite ist grob verschmutzt und mit Taubendreck verunreinigt. Vielleicht wurde der Band früher auf einem Dachboden aufbewahrt.

Nr. 10: Dussek: Sonate pour le pianoforte, Detail
Nr. 10: Dussek: Sonate pour le pianoforte, Detail

Geplante Maßnahmen: 

  • aufwändige Trockenreinigung

Kostenvoranschlag: € 148,75 
Signatur: XIV b 221 -S

Allegro

11. Händels "L’Allegro" in der ersten Gesamtausgabe (Buchpate gefunden)

Händel, Georg Friedrich: L’Allegro il Penseroso, ed il Moderato : the words taken from Milton ; the musick composed in the year 1739 / by G. F. Handel. [Ed.: Samuel Arnold]. – [Partitur]. - [London] : [Arnold], [1795]. – 148 S. – (Arnold’s Edition ; 150–153)

Nr. 11: L’Allegro
Nr. 11: L’Allegro

Beschreibung: Zwischen 1787 und 1797 veröffentlichte der englische Komponist Samuel Arnold (1740–1802) die erste Händel-Gesamtausgabe. Sie erschien in 180 Lieferungen; die vorliegende Partitur von L’Allegro, il Penseroso, ed il Moderato umfasst die Lieferungen 150 bis 153. Das Libretto basiert auf den beiden Gedichten L’Allegro und Il Penseroso des englischen Dichters John Milton (1608–1674), welche von Händels Librettisten Charles Jennens (1700–1773) bearbeitet und um Il Moderato ergänzt wurden.

Nr. 11: L'Allegro, Detail
Nr. 11: L'Allegro, Detail

Schäden: Die Buchdeckel dieses Bandes fehlen. Es sind nur geringe Reste des Buchrückens erhalten, entsprechend ist die Fadenheftung in Mitleidenschaft gezogen. Das Papier des Buchblocks weist gelegentlich Risse und Knicke auf.

 

Geplante Maßnahmen: 

  • Trockenreinigung 
  • Heftung stabilisieren 
  • Buchblock richten und glätten 
  • Risse schließen 
  • Vorsätze bearbeiten 
  • neuer Halbledereinband mit neutralem Überzugspapier

Kostenvoranschlag: € 543,35 
Signatur: IX 216 -S

Violinschule

12. Eine Violinschule aus der Feder von Mozarts Vater (Buchpate gefunden)

Leopold Mozarts Hochfürstl. Salzburgischen Vice-Capellmeisters gründliche Violinschule, mit vier Kupfertafeln und einer Tabelle. – Zweyte vermehrte Aufl. – Augsburg : Lotter, 1770. – 268 S. : Notenbeisp.

Nr. 12: L. Mozart: Violinschule
Nr. 12: L. Mozart: Violinschule

Beschreibung: Leopold Mozart (1719–1787), der Vater von Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791), verfasste diese Violinschule im Jahre 1756. Sie war außerordentlich erfolgreich und erschien in mehreren Auflagen. Heute ist das Werk als Quelle für die Aufführungspraxis des 18. Jahrhunderts von Bedeutung. Das vorliegende Exemplar stammt aus der zweiten Auflage von 1770. Es enthält mehrere dekorative Kupferstiche, u. a. ein Porträt von Leopold Mozart, sowie zahlreiche Notenbeispiele. Das Exemplar ist in einem braunen Halbledereinband mit Kiebitzpapier-Bezug eingebunden. Auf dem vorderen Deckel sind die Initialen eines Vorbesitzers (F.W.v.L.) sowie Reste einer Jahreszahl (17. Jh.) zu erkennen.

Nr. 12: L. Mozart: Violinschule, DetailNr. 12: L. Mozart: Violinschule, Titel
Nr. 12: L. Mozart: Violinschule, Detail

Schäden: Die Buchdecke ist erheblich beschädigt. Die Deckelpappen sind stark abgebaut, so dass das Bezugspapier an vielen Stellen kaum noch vorhanden ist. Im Falz befindet sich eine historische Reparatur. Die Fadenheftung ist lose.

Geplante Maßnahmen: 

  • Trockenreinigung 
  • Einbandrestaurierung 
  • Heftung stabilisieren 
  • historische Reparaturen belassen 

Kostenvoranschlag: € 449,82 
Signatur: 300437 a

Dreyhaupt

13. Ein Geschichtswerk des 18. Jahrhunderts über Händels Heimatstadt

Dreyhaupt, Johann Christoph: Pagus neletici et nudzici, oder Ausführliche diplomatisch-historische Beschreibung des … Saal-Creyses ... Insonderheit der Städte Halle, Neumarckt, Glaucha, Wettin, Löbegün, Cönnern und Alsleben ... / ... zusammen getragen … von Johann Christoph von Dreyhaupt. – Halle : Schneider. – Bde. 1–2. --- Zweyter Theil. 1751. – (20), 974, (20), 221 S. : Ill.

Nr. 13: Dreyhaupt-Chronik
Nr. 13: Dreyhaupt-Chronik

Beschreibung: Der hallesche Jurist und Historiker Johann Christoph von Dreyhaupt (1699–1768) trug in diesem zweibändigen Werk alle ihm zur Verfügung stehenden Informationen zur Geschichte und Gegenwart der Stadt Halle und des Saalkreises zusammen. Das Werk enthält Beschreibungen von Personen, Institutionen und Gebäuden, Dörfern, Rittergütern und adligen Familien. Es ist mit einem aufwändigen Frontispiz sowie vielen Kupferstichen und Textholzschnitten ausgestattet. Auf S. 625 von Bd. 2 findet sich ein kurzer Artikel über den Komponisten Händel. Zur Restaurierung ist nur Band 2 vorgesehen.

Nr. 13: Dreyhaupt-Chronik, RückenNr. 13: Dreyhaupt-Chronik, Titel
Nr. 13: Dreyhaupt-Chronik, Detail

Schäden:  Der vordere Buchdeckel ist lose; in der Folge ist die Fadenheftung beschädigt und die ersten Lagen haben sich gelöst. Das Bezugsleder des Rückens weist weitere Schäden auf. Die Ecken und Kanten der Deckel sind stark abgestoßen.

Geplante Maßnahmen: 

  • Trockenreinigung 
  • Bindung sichern 
  • lose Lagen anheften 
  • Rücken stabilisieren 
  • Vorsätze bearbeiten 
  • Buchblock: Risse schließen 
  • Falzrestaurierung 
  • Ecken und Kanten sichern

Kostenvoranschlag: € 712,81 
Signatur: 200138 b

L'Art de bien chanter

14. Eine Handschrift aus dem Besitz des Händel-Forschers Friedrich Chrysander

Bacilly, Bénigne de: L’Art de bien chanter. A Paris. 1668. – [Abschrift. Übersetzung ins Deutsche]. – [Ohne Ortsangabe], 1891. – Mit handschr. Notizen Chrysanders.

Nr. 14: Bacilly: L’Art de bien chanter
Nr. 14: Bacilly: L’Art de bien chanter

Beschreibung: Diese Handschrift stammt aus dem Besitz des bedeutenden Händel-Forschers Friedrich Chrysander (1826–1901). Es enthält eine deutsche Übersetzung von L’Art de bien chanter (Paris 1668), eine Gesangsschule aus der Feder des französischen Barockkomponisten Bénigne de Bacilly (ca. 1625–1690). Die vorliegende Abschrift stammt aus dem Jahr 1891. Chrysander ist v. a. für die Herausgabe der Händel-Gesamtausgabe bekannt, die zwischen 1859 und 1894 in 100 Bänden erschien.

Nr. 14: Bacilly: L'Art de bien chanter, TitelNr. 14: Bacilly: L'Art de bien chanter, Detail
Nr. 14: Bacilly: L'Art de bien chanter, Detail

Schäden: Der Bezugsstoff des Einbandes ist gelöst und weist Spuren eines Schimmelbefalls auf. Die Vorsatzblätter sind stark zerfallen. Die Fadenheftung ist an einigen Stellen locker.

Geplante Maßnahmen: 

  • Trockenreinigung 
  • Heftung und Buchrücken stabilisieren 
  • Vorsätze bearbeiten 
  • Buchblock: Risse schließen, Knicke glätten 
  • Deckelpappen verstärken und Einbandmaterial unterlegen 

(möglichst Originalsubstanz wieder verwenden)

Kostenvoranschlag: € 404,60 
Signatur: AS- Chrysander B 10