Veranstaltungsprogramm

Mittwoch, 29. November 2017, 19:30 Händel-Haus, Kammermusiksaal

Händels Schätze – Musik im Dialog

Stimmen Zauber – Saitenspiel
Das besondere Exponat: Barockgitarre (Italien 1. Hälfte 18. Jahrhundert)
Werke von P. A. Locatelli, N. A. Porpora, J. S. Bach und G. Ph. Telemann

Kammersängerin Romelia Lichtenstein (Sopran)
Stefan Maass (Theorbe und Barockgitarre)
Gesprächsleitung: Karl Altenburg (Museumsmitarbeiter, Stiftung Händel-Haus)
Veranstalter: Händelfestspielorchester Halle in Kooperation mit der Stiftung Händel-Haus

Im Gesprächsteil des ersten Konzertes der Reihe „Händels Schätze – Musik im Dialog“ wird eine Gitarre aus der Sammlung der Stiftung Händel-Haus vorgestellt, die in Italien, in der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts gebaut worden ist. Sie ist mit fünf doppelchörigen Darmsaiten bestückt. Die Einziehung des achtförmigen Umrisses ist bei ihr noch wenig ausgeprägt. Sie trägt auf dem Wirbelkasten eine eingravierte Signatur, angeblich von einem Martinus Kaiser. Ein solcher ist als Instrumentenbauer in der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts in Venedig nachgewiesen. Doch laut dendrochronologischem Gutachten stammt das Holz der Resonanzdecke frühestens aus dem Jahr 1731. Im Röntgenbild ist gut sichtbar, dass der Wirbelkasten mit der Signatur in späterer Zeit einmal erweitert wurde. Möglicherweise kam in dieser Zeit auch die offensichtlich falsche Signatur hinzu. Hatte hier der Meisterfälscher und Etikettenschwindler Leopoldo Franciolini, der von 1844 bis 1920 lebte (siehe Jahresausstellung: „Echt oder Fake?“) wieder einmal seine Hände im Spiel?

Tickets: 12,00 €, erm. 8,00 €

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