Am Sonntag, dem 29. August 2010, schließt die im Juni eröffnete Schatzkammerausstellung im Händel-Haus "Orlando furioso. Ariosts Dichtung und Händels Musik" nach dreimonatiger Laufzeit. Aus diesem Anlass führt Jens Wehmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Händel-Haus, interessierte Besucher ein letztes Mal durch die Ausstellung und berichtet Wissenswertes rund um die ausgestellten Originaldokumente und besonderen Exponate wie den Olifanten oder das originale Ritterkostüm, das Axel Köhler, heutiger Opern-Direktor, in der Inszenierung des "Orlando" 1993 in Halle (Saale) trug.
Infotreffen: 24. August 2010, 15.30 Uhr, Händel-Haus. Die Stiftung Händel-Haus startet gemeinsam mit der Mitteldeutschen Zeitung ein neues Bildungsprojekt für Jugendliche in Halle. Es kombiniert museums- und medienpädagogische Anliegen und soll im September 2010 beginnen. Aufgerufen sind Jugendliche ab 15 Jahren aus Halle und Umgebung, die Interesse an Musik/Kultur und Medien haben und sich aktiv in beide Bereiche einbringen wollen. Über einen Zeitraum von drei Monaten erhalten sie als "Schüler-Pressereferenten" bzw. "Kulturreporter junior" individuelle Einblicke in die Arbeit einer Kultureinrichtung und von Print- bzw. Online-Medien.
Der Stiftung Händel-Haus in Halle ist erneut der Ankauf wertvoller Erstausgaben und früher Drucke von Händel-Kompositionen aus den Vereinigten Staaten und Großbritannien gelungen, darunter Erstdrucke, die bisher in keinen Bibliotheken und Archiven in Deutschland vorlagen. Insgesamt befinden sich damit nunmehr 15 Erstdrucke von Händels Opern und zwölf Erst- bzw. frühe Ausgaben seiner Oratorien in Händel-Haus-Besitz. Als Zentrum der Händel-Pflege und –Forschung konnte die Stiftung Händel-Haus damit innerhalb von kurzer Zeit einen weltweit bedeutenden Sammlungsbestand an wertvollen Händel-Ausgaben in der Geburtsstadt von Georg Friedrich Händel, Halle (Saale), aufbauen.
Die Händel-Festspiel-Produktion des Jahres 2011 mit der Oper Halle, „Ottone, Re die Germania“ (HWV 15), feiert am Freitag, dem 3. Juni, Premiere. Die musikalische Leitung übernimmt Marcus Creed, die Regie führt Franziska Severin. Die dramaturgische Festspiel-Reihe im kommenden Jahr widmet sich Händels Reise im Jahr 1719 nach Dresden und seiner dortigen Begegnung mit der italienischen Musik. So lernte er in Dresden Antoni Lottis Oper „Teofane“ kennen, die bei den Händel-Festspielen 2011 in Halle konzertant von den Dresdner Kapellsolisten aufgeführt wird. Ihre Debüts bei den Händel-Festspielen 2011 feiern drei europäische Spitzenklangkörper: das Orchestra of Enlightenment aus England unter der Leitung von Alison Bury, Europa Galante aus Italien mit der konzertanten Aufführung von Händels „Aggrippina“ und das französische Top-Ensemble „Café Zimmermann“. Vom Puppentheater „Carlo Colla e Figli“ aus Italien wird die Händel-Oper „Rinaldo“ inszeniert, begleitet von den Musikern der Lautten Compagney unter Wolfgang Katschner. Die international renommierte Star-Sopranistin Vivica Genaux ist am ersten Festspiel-Samstag in einem Galakonzert zu erleben.
Die Stiftung Händel-Haus in Halle ruft zur Spielzeit 2010/2011 eine neue Konzertreihe ins Leben: "Focus Bohlenstube" nennt sie sich und findet im besonderen Ambiente eben jenes historischen Zimmers im Händel-Haus statt. Mit diesen vier Konzerten sowie mit der etablierten Reihe "Musik im Händel-Haus" (neun Veranstaltungen) und den vier Gesprächskonzerten in Kooperation mit dem Händelfestspielorchester will sich das Händel-Haus in Halle noch stärker regional und überregional als aktives und attraktives Zentrum der historischen Aufführungspraxis positionieren. "Barockmusik ist mitreißend und das Händel-Haus in Halle mehr denn je ein lebendiger Ort, um diese in authentischer Atmosphäre zu erleben", sagt Clemens Birnbaum, Direktor der Stiftung Händel-Haus. Für die Veranstaltungen der neuen Spielzeit konnten erneut renommierte Künstler und junge Talente u. a. aus Frankreich, den Niederlanden, Tschechien, Österreich und Deutschland gewonnen werden.
Eine Sonderausstellung im Händel-Haus in Halle (Saale) widmet sich ab dem 24. April 2010 den "Menschenbildern bei Johann Mattheson". Im Geburtshaus des Komponisten Georg Friedrich Händel erhalten Besucher in zwei Ausstellungsräumen bis zum 30. Dezember 2010 interessante Informationen über eines der ältesten Musiklexika: der "Ehren-Pforte" von 1740 aus der Feder des Hamburger Musikers, Komponisten und Musikschriftstellers Johann Mattheson (1681-1764). Händels Zeitgenosse, Kollege und selbsternannter Freund setzte in seinem Buch "Grundlage einer Ehren-Pforte" fast 150 wichtigen Persönlichkeiten seiner Zeit ein literarisches Denkmal.
Jeden Mittwoch finden im Händel-Haus „SCHALLSPIELE“ statt. Zu dem neuen, offenen Programmangebot jede Woche am Mittwochnachmittag sind Kinder ab sechs Jahren mit ihren Freunden, Eltern und Großeltern in das Händel-Haus eingeladen


