Schützei

Nach dem Tod Georg Händels ging 1697 das Anwesen an die Witwe und deren Kinder über. Georg Friedrich Händel, der 1685 geboren worden war, lebte hier bis zu seiner Abreise nach Hamburg 1703.

Im Jahre 1708 wurde der nördliche Teil des Grundstücks (heute Kleine Ulrichstraße 38) abgetrennt, denn Händels Schwester Dorothea Sophia war mit Dr. jur. Michael Dietrich Michaelsen vermählt worden und gründete nun einen eigenen Hausstand. Etwa Mitte des 18. Jahrhunderts ging das separierte Gebäude dann in fremden Besitz über. Von 1844 bis 1871 betrieb hier eine Familie Schütz eine Studentenherberge. Seit 1888 hieß die darin von einem gewissen Trautwein geführte Gastwirtschaft „Schützei". Dieser Name wurde seither für das Gebäude beibehalten. Pläne für eine museale Nutzung scheiterten seit 1983 immer wieder an den hohen Instandsetzungskosten. Ein neuerliches Vorhaben, das Haus innerhalb einer städtebaulichen Erneuerung des gesamten sogenannten "Händel-Haus-Karrees" wiederherzustellen und dem Museum zur Nutzung zu überlassen, musste 1999 auf Grund des nun fortgeschrittenen Verfalls zugunsten eines Neubaues ebenfalls aufgegeben werden.


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Georg Friedrich Händel