Sammlungen

Neben der aus etwa 700 Einzelstücken bestehenden Musikinstrumenten-Sammlung beherbergt das Händel-Haus natürlich auch weitere Materialien zur Musikinstrumentenkunde, zur Händel-Forschung und -Pflege sowie zur regionalen Musikgeschichte.

Die Handschriftensammlung (etwa 1000 Einzelstücke) umfaßt vor allem Briefe, Mitteilungen und Notizen von Friedrich Chrysander, Marie und Robert Franz, Karl Loewe, Johann Friedrich Reichardt u. a. (darunter drei Briefe von Samuel Scheidt an den Rat der Stadt Bitterfeld sowie einige jüngere Urkunden und Musikhandschriften von Robert Franz, Karl Loewe, Hans Stieber, Friedrich Wilhelm Schönherr u.a.).

In der Bildsammlung befinden sich neben einigen wenigen Gemälden Graphiken, die sich in ihren wesentlichen Teilen auf Händels Biographie beziehen lassen, sowie einzelne Exemplare, die thematisch zu den anderen Sammlungsgebieten gehören. Auch die Bibliothek vereinigt neben allgemeiner musikwissenschaftlicher und instrumentenkundlicher Literatur hauptsächlich Bücher und Notendrucke zu Händels Leben und Werk, unter denen auch bibliophile Kostbarkeiten zu finden sind. Sie wird durch ein kleines Schallarchiv ergänzt. Schon vor der Gründung des Museums war die Moritzburg in Halle damit beauftragt, eine Händel-Bildsammlung anzulegen, Bücher und andere Gegenstände sammelte Herbert Koch in seinen Amtsräumen. Das erklärt, weshalb das neugegründete Musikmuseum schon von Beginn an auf relativ reichhaltige Bestände zurückgreifen konnte. Die Erschließung der Sammlungen, deren wissenschaftliche Bearbeitung, richtete sich zunächst fast ausschließlich auf die notwendigen Erkenntnisse zur eventuellen Verwendung der Musealien in den Ausstellungen.


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Georg Friedrich Händel