Restaurierungsatelier

Bei der Gründung des Museums war auch ein Atelier für die Restaurierung der historischen Musikinstrumente eingerichtet worden. Zunächst galt es, die zum Teil erheblichen, während der Kriegsjahre (vor allem durch die Auslagerung in klimatisch ungeeignete Räume und mangelnde Betreuung) verursachten äußerlichen Schäden an den Kielinstrumenten zu beseitigen. Seit 1959 wurden dann größere Restaurierungsarbeiten in Angriff genommen, deren Ziel es u. a. war, auch die spieltechnischen und klangcharakteristischen Eigenheiten der Instrumente so zu rekonstruieren, daß bei Verwendung in Konzerten Rückschlüsse auf die Musizierpraxis der jeweiligen Zeit ermöglicht werden konnten. Das erste einer später zunehmenden Anzahl solcher Konzerte fand im Jahre 1963 statt. Mehr und mehr wurden sie als regelmäßige Angebote in die thematischen Reihen (seit 1970 Anrechtsreihen) eingegliedert - für Interpreten und Publikum gleichermaßen von Interesse. Probleme der historischen Aufführungspraxis standen zunehmend im Mittelpunkt des Klingenden Schallarchivs und (1965 umbenannt) der Studioabende, deren Programme sich seit 1976 auf Werke G. F. Händels konzentrierten.


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Georg Friedrich Händel