Anläßlich des Händelfestes 1952 wurde in Räumen der Staatlichen Galerie Moritzburg eine nach damals neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen und modernen Gesichtspunkten gestaltete Ausstellung zum Thema Händel und seine Zeit gezeigt. Sie entsprach weitgehend den Anforderungen, die nun auch an das Händel-Museum gestellt wurden. In der Folge konnte sie dann 1953 nach inzwischen durchgeführten baulichen Veränderungen und Reparaturen am Gebäude in die Ausstellungsräume der ersten Etage des Händel-Hauses eingepaßt werden. Für die Darstellung der territorialen Musikgeschichte stand nun kein Raum mehr zur Verfügung. Die Zahl der ausgestellten Musikinstrumente und anderer Exponate wurde im Interesse der Übersichtlichkeit und optisch befriedigender Gestaltung drastisch reduziert. Schon damals wurden erste Versuche gemacht, jedem Ausstellungsbesucher eine Begegnung mit Händels Musik zu ermöglichen. Zunächst war dafür ein Raum (damals Studio 1 genannt) eingerichtet worden, in den bei Anwesenheit von Besuchern auf Tonbändern gespeicherte Ausschnitte aus Händels OEvre eingespielt wurden. In Vorbereitung auf die Händel-Ehrung der DDR 1959 bemühte sich der neue Direktor Konrad Sasse (1926-1981) in den Jahren 1955 bis 1958 um weitere inhaltliche Straffungen und die Einbeziehung bis dahin vernachlässigter Gesichtspunkte zu Händels Leben und Werk. Diese Ausstellung in ihrer ansprechenden graphischen Gestaltung durch den Hallenser Hans-Ulrich Herold blieb fast unverändert (mit Ausnahme der durch Verschleiß bedingten Erneuerungen und wenigen Korrekturen und Ergänzungen) bis zum Jahre 1983 Anziehungspunkt für zahlreiche in- und ausländische Besucher.
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Das Händel-Haus im Jahre 1958. Photo von Walter Danz. |


