Das Jubiläumsjahr 1985

Das bevorstehende Jubiläumsjahr 1985 war Anlaß, eine völlig neue Händel-Ausstellungzu konzipieren. Die räumlichen Gegebenheiten der alten Ausstellung waren den zunehmenden Besucherströmen nicht mehr gewachsen, eine gründliche Rekonstruktion war ohnehin notwendig geworden, und die jüngere Händel-Pflege bedurfte endlich einer angemessenen Darstellung auch innerhalb der ständigen Ausstellung. Hauptsächlich diese Gründe waren es, die die Stadt bewogen, eine Erweiterung des Händel-Museums zu planen und schließlich auch durchzuführen. Abgesehen von einigen Kompromissen, die bei der Vereinigung verschiedener vorhandener historischer Gebäude unvermeidlich sind - denkt man nur an die zu überwindenden Niveauunterschiede - ergaben sich nun unvergleichlich bessere Möglichkeiten für eine neue Händel-Ausstellung. Von besonderem praktischen Vorteil erwies sich jetzt die Einrichtung eines Rundganges, der im alten Museum nicht realisiert werden konnte. Die neue Ausstellung in der graphischen Gestaltung von Else und Ronald Kobe hat durch die Erweiterung - unter der wohl unvermeidlichen Preisgabe eines Teiles der liebgewordenen Intimität der alten - vor allem an Übersichtlichkeit gewonnen und bietet nun dem Besucher ein in den wesentlichen Teilen geschlossenes Bild der Händel-Biographie, einschließlich der Händel-Pflege seit etwa 1784.

Das Händel-Haus nach 1985
 
 
Raum 6 der Händel Ausstellung mit einem Portrait Händels von Hans List nach Philip Mercier (c. 1730).
 
 
Ein Juwel im Händel-Haus: 
Die Renaissance-Bohlenstube (Raum 7 der Händel-Ausstellung) wurde  bei  Rekonstruktionarbeiten anlässlich der Händel-Ehrung 1985 entdeckt.
 
 

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Georg Friedrich Händel