SONDERAUSSTELLUNGEN IM HÄNDEL-HAUS
Schatzkammer: Händels Werke in Erst- und Frühdrucken
Erst- und Frühdrucke von Händels Opern und Oratorien sind bibliophile Kostbarkeiten aus dem 18.
Jahrhundert, die in aufwändiger Handarbeit mit Kupfer- oder Zinndruckplatten hergestellt wurden.
Bei einem großen Teil der Exponate handelt es sich um Neuerwerbungen, die – oft mit Hilfe von
Spendern – in den letzten Monaten angekauft werden konnten und jetzt zum ersten Mal öffentlich
ausgestellt werden.
Georg Friedrich Händel war einer der wenigen Komponisten seiner Zeit, dessen Werke in
größerem Umfang im Druck erschienen. Dies ist ein Beleg für die Popularität und die Wertschätzung,
die Händel während seines Schaffens in England genoss. Üblicherweise wurden die Partituren seiner
Werke bereits parallel zu den ersten Aufführungen in kleiner Auflage angefertigt und verkauft.
Neben dem Sammlungswert sind die Erstdrucke auch von großer Bedeutung für die Forschung. So
werden sie z. B. von der Hallischen Händel-Ausgabe neben Autographen und Direktionspartituren
Händels als zusätzliche Quellen herangezogen.
6. Oktober 2009 bis 14. Februar 2010
.
In den beiden neu gestalteten Räumen des Händel-Hauses, die für Sonderausstellungen zur Verfügung
stehen, ist derzeit eine Auswahl an Bildern von Kindern und Jugendlichen ausgestellt, die sich mit
Händel und seiner Musik beschäftigen. Diese sind in einem museumspädagogischen Projekt zum
Händel-Festjahr 2009 entstanden.
Eine bunte Auswahl aus „250 Mal Händel“-Bildern
Unter dem Motto „Ob Italien, London, Halle – Händels music lieben alle!“ gestalten
Kinder und Jugendliche aus Kindergärten, Horten und Schulen 250 Bilder über Georg Friedrich Händel,
seine Musik und sein Leben. Passend zum Motto des Festjahres „HÄNDEL – der Europäer“ anlässlich des
250. Todestages des großen Barockmeisters ließen kleinen Künstler in der Kinder-KLANGSTATT des
Händel-Hauses ihrer Kreativität freien Lauf.
Zu den zehn Projekttagen im Zeitraum von November 2008 bis Januar 2009 hatten sich Gruppen
aus sechs pädagogischen Einrichtungen der Stadt Halle und dem Saalkreis angemeldet. Eine besondere
Brücke schlug das Händel-Haus mit diesem Projekt zur Nachbarstadt Leipzig und zu Händels
Zeitgenossen Johann Sebastian Bach: Auch Schüler der Leipziger Thomasschule malten für das
Händel-Jubiläum.
Die Kinder und Jugendlichen zwischen fünf und 14 Jahren wurden von Gudrun Müske,
Museumspädagogin im Händel-Haus, und der Künstlerin Christiane Werner betreut. Neben der Gestaltung
von Bildern zum Thema Händel und Musik in verschiedenen Techniken, von der Collage bis zum
Aquarell, stand auch das gemeinschaftliche Musizieren und Singen und von italienischen und
englischen Kinderliedern auf dem Programm.